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    MUSIC BOX

    Gemeinsam mit dem ÖSW/Österreichisches Siedlungswerk, der Kunst- und Kommunikationsagentur artphalanx und der Landschaftsarchitektur Carla Lo konnte das Architektur-Studio heri&salli/Wien beim Wettbewerb „Leben am Helmut-Zilk-Park“ einen Beitrag über die Quartiershäuser in Wien/Sonnwendviertel Ost für sich entscheiden.

    Mit der „Music-Box am Arsenalsteg“ wurde ein überaus spannendes und nutzungsheterogenes Projekt entwickelt.

    Die Music-Box in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs wird Wohnen, Arbeiten und Freizeit unter einem Dach vereinen. Wien, als eines der kulturellen Zentren Europas, erhält eine maßgeschneiderte Infrastruktur für die Bedürfnisse und Ansprüche von kreativ Tätigen – im speziellen Musikschaffenden.

    Es entsteht durch das abgestimmte Zusammenspiel von unterschiedlichen Komponenten und Akteur_innen, ein lebendiger Hotspot der Kreativität, der zum Vorbeischauen und Teilhaben einlädt und dem Gebäude eine identitätsstiftende Prägung verleiht.

    Nutzungskonzept – heterogene Durchmischung

    Aufbauend auf die herausragende Lage im Zentrum des neuen Quartiers greift die Music-Box die Potenziale des Ortes im Verhältnis zum Gesamtgewebe des Stadtteils auf. Die Vernetzung geht Hand in Hand mit der Raumorganisation und dem Freiraumkonzept und schafft dadurch einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum: Der an die Sockelzone angrenzende Festplatz und der Freiraum zur Rampe bietet den Betreiber_innen und Nutzer_innen der Music-Box ideale Flächen für Aneignung, Interaktion, Partizipation und Kommunikation.

    Die überdimensional in die Wohnstruktur eingelassenen Freiräume bieten den Bewohnern freizügige Mehrwerträume mit Bezug zum umliegenden städtischen Raum – Attraktionsmomente für die Bewohner und in die Umgebung.

    Die Grätzl-Zentrale im Erdgeschoss in Richtung Promenade und Platz bildet eine Art Scharnierfunktion für die Bewohner_innen des Hauses und fungiert als verlängertes Wohnzimmer mit einer breiten Palette an Dienstleistungsangeboten. Ebenso mitserviciert wird das darüber gelegene Grätzl-Hotel – in Holz gehalten, wird der absolut temporäre Charakter unterstrichen.  Neben Cafe und Restaurant  dient die Grätzl-Zentrale als Info-Drehscheibe für das gesamte Viertel und betreut einen angrenzenden 24-Stunden Shop für Nahversorgerboxen.

    Das Creative-Lab, ebenfalls im Erdgeschoss, dient mit über 200m² in den Abendstunden als Veranstaltungsraum und wird unter Tags als Bewegungsraum bespielt.

    Darunter und darüber befinden sich Räume einer Musikschule inkl. Probe-, Bewegungs-, Seminar- und Büroflächen. Kreative Früherziehung findet dort ebenso statt wie Konzerte, Proben und Aufführungen für Chöre, Kleintheater und vieles mehr.

    Der oberhalb gelegene klar strukturierte Wohnkörper beinhaltet Appartements, welche von servicierten Short-Stay bis längerfristiges Mieten die Bandbreite an Aufenthaltsmöglichkeiten abdeckt. Studierende bewohnen das Haus genauso wie Stadtnomad_innen, Ensemblemitglieder oder Gastprofessor_innen.

    Freiraumkonzept

    Durch seine Lage an der quartiersverbindenden Fahrradrampe stellt der urbane Platz an der Music-Box einen besonderen und belebten städtischen Freiraum dar. Die Platzfläche funktioniert als Veranstaltungsort, Treffpunkt und freie Bewegungs- und Aktionsfläche. Das Untergeschoß der Music-Box wird gestalterisch und funktionell durch Sitztreppen mit Begrünung als Freilufttheater mit dem Platz verbunden. Die direkt angrenzende Veranstaltungsterrasse bietet einen Aufenthaltsort in den Veranstaltungspausen und kann außerhalb von Veranstaltungen frei bespielt werden.

    Nutzungsoffene Flächen bieten Raum für kreative Aneignung des öffentlichen Raums, spontane Jam-Sessions oder die Verlagerung eines Fitness-Kurses aus der Bewegungshalle an die frische Luft. Der ruhige Innenhof ist als partizipativ gestaltbare Aufenthaltsfläche mit Sitzbänken, nutzungsoffenen Rasenflächen, Hängematten, einer Picknick-Wiese und Wegen ausgestaltet.

    Architektur als Ergebnis ist der Behälter eines möglichen Handlungsspielraums.

     

    Schaubilder: © Zoom VP

    Skizzen / Zeichnungen: © heri&salli

    Text: © artphalanx, heri&salli

     

    Bauherr: ÖSW / Österreichisches Siedlungswerk

    Architektur: heri&salli, Team Architektur: Rumena Trendafilova, Ulysse Zehnlé, Klaus Molterer, Loris Luigi Perillo, Petros Roumanas

    Nutzungskonzept: artphalanx / Kunst- und Kommunikationsagentur

    Landschaftsarchitektur: Carla Lo

    Zeitraum Wettbewerb: März 2016 – März 2017

     

    NUTZUNGSPARTNER:

     R4R – room4rent

    BeatBoxx – Verein zur Förderung von Musik

    CP Kino-Gastro

    artphalanx – Kunst- und Kommunikationsagentur

    Urbanauts Hospitality GmbH

    Sport-Union Favoriten

    Music Traveler GmbH