• Projekte

  • News


  • Publikationen

  • About

  • Kontakt


  • Facebook
    Twitter
    LinkedIn

    MQ2020 – die Geschichte einer Ausdehnung

    0604_MQ 2020_innen01

    Das Museumsquartier hatte sich abseits des Produzierens und Konsumierens von Kunst und Kultur  zu einem ausgezeichneten Treffpunkt unter freiem Himmel etabliert. Es wurden unterschiedlichste Möbel aufgestellt ….immer wieder unterschiedlich variiert um immer wieder eine unterschiedliche Landschaft des Erlebens und auch des sich nicht Bewegens zu erzeugen. An sonnigen Tagen war es kaum noch möglich sich einen Ruhe-Platz im Lichte der Sonne zu erhaschen. Der Horizont zwischen Licht und Schatten war irgendwann der Rahmen für eine nicht noch einmal flanierende Menge von Menschen. Voyoristische Blicke flanierten über den Platz uns musterten jene Menschen die den Horizont des Schattens überstiegen und ins Licht traten. Aber meist waren die gesuchten Plätze an der Sonne schon längst vergeben.

    0604_MQ 2020_menschen04

    0604_MQ 2020_schnitt05

    So wurden die Bänke und Möbel ersetzt durch ein einziges großes Möbel – eine Art künstlich gewachsene Landschaft – und die Menschen ließen sich im Lichte der Sonne nieder sobald sie den Horizont des Schattens überwältigt hatten. Keine mobilen Möbel oder Bänke waren im Besitz der Menschen, sondern der gesamte Hof des Museumsquartiers war im Besitz einer Licht- und Sonnehungrigen Menge. Jeder traf jeden und endlich war Platz für alle. Doch wie jeden Tag strich der Horizont des Schattens über den Hof und lies einem wissen, irgendwann werden sich wieder alle außerhalb des Horizontes  befinden. Und während der Horizont über die Mauern in Richtung des Himmels kletterte wusste die Menge bald in welche Richtung sie zu folgen hatte.

    0604_MQ 2020_luftbild04

    Also wurde das Möbel einfach weitergebaut, ……entlang des Weges den der Horizont vorgegeben hatte – hoch also die Mauern, in Richtung des Lichtes. Und als die Menge letztendlich die Mauern unter sich gelassen hatte, und in die schattenlose Weite blickte, folgten sie der schattenlosen Weite. Beinahe wie der Horizont selbst breiteten sie sich entlang seiner Grenzen aus – und also …..je näher sie dem Horizont kamen, desto mehr wurde Ihnen bewusst, dass sie immer mehr selber zum Horizont wurden. Den eigenen Schatten also – den Rahmen der Menge – ……den galt es letztendlich doch zu akzeptieren – aber immerhin, ein kleines Stück, war wieder mal erreicht.

    0604_MQ 2020_innen02A

    ……..und im Schatten des Lebensraumes, da war Kunst- und Schaffensraum.

    0604_MQ 2020_schnitt04

    0604_MQ 2020_schnitt03

    Bilder: © heri&salli

    Wettbewerbbeitrag/2.Preis: heri&salli
    2006