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    IMAGINATION STADT

    1402_Imagination Stadt_01

    Ginge es nach seinen Gründungsvätern, so sollte Strasshof an der Nordbahn die „größte und schönste Stadt Niederösterreichs“ werden, geplant auf einem orthogonalen Straßenraster nach US-amerikanischen Vorbild – einzigartig für Österreich. Überlieferte Postkarten dienten teils als Vorlagen.

    Wirtschaftliche und politische Entwicklungen verhinderten jedoch dass sich Strasshof zu einer mustergültigen „Garten- und Industriestadt“ entwickeln konnte. Lediglich ein 1911 entwickelter und in weiterer Folge angelegter Straßenraster inklusive Einzelhausstruktur sollte als Fragment übrig bleiben.

    Die Stadtanlage kann hinsichtlich seiner Konzeption als gescheitert hingenommen werden.

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    Die Imagination einer Stadt setzt voraus, dass die konkrete Stadt selbst einer Abstraktion unterzogen wird. Das einzelne Haus ist ein Abbild einer architektonischen Geschichte welche sich immer wieder unterschiedlich manifestiert.

    Anhand der nördlich von Wien gelegenen Stadt Strasshof kann man sehr schön beobachten wie Bilder von Vorstellungen und Manifesten städtischer Entwicklungen – wie im konkreten Chicago – explizit werden und sich materialisieren, letzten Endes aber auch scheitern können.

    Anhand des Projektes IMAGINATIONEN „STADT grün“, „STADT wasser“ und „STADT berge“ setzen wir einen weiteren Schritt einer möglichen Implantation. Das vorhandene und bestimmende Stadtbild einer Kleinhausstruktur fungiert dabei als gewachsene artifizielle Landschaft. Sie dient als Vordergrund bzw. Bühne von dahinter liegenden Projektionen möglicher Entwicklungen. Was wurde aus dem ursprünglichen Vorbild Chicago tatsächlich wie in „STADT grün“.

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    In „STADT wasser“ werden vorhandene Qualitäten thematisiert, überzeichnet aber auch propagiert – welche möglicherweise nicht immer gesehen werden.

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    Oder aber wir projizieren uns nahe liegende Landschaftstypologien, welche die thematische Rückkopplung in suggerierten Idyllen wieder findet wie in „STADT berge“, um diese gleichzeitig aber auch in die Realität des Möglichen zu translozieren.

    Technik: Transferdruck, Siebdruck (Larissa Leverenz), Collage auf Papier
    Größe: 168/61.5cm
     2 Auflagen / Deutsch
    Entstehungsjahr: 2013

    Unterschiedliche Projektionsflächen suggerieren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Entwicklungen.

     
    Konzeptionelle Grafiken und Skizzen:

    1402_Imagination Stadt_konzeptbilder

    ….versetzte Wahrnehmungen aufgrund von Projektionen

    1402_Imagination Stadt_skizze Elemente

    … der städtisch horizontale Raster wird in den Raum gedacht ….als dimensionslose Möglichkeit im Raum …..Überlagerungen und Implantierungen von Imaginationen ….

    1402_Imagination Stadt_skizze 4 blätter

    …unterschiedliche Landschaften erzeugen unterschiedliche Imaginationen

    Das Projekt IMAGINATION STADT wurde entwickelt für das Buch „Lernen vom Raster – Strasshof an der Nordbahn und seine verborgenen Pläne“. Herausgegeben von Judith Eiblmayr.

    NWV – Neuer Wissenschaftlicher Verlag – Architektur
    ISBN 9 783708 309439

    Mit Beiträgen von:
    Erich Bernard, Günter Dinhobl, Judith Eiblmayr, heri&salli, Caroline Jäger-Klein, Franziska Leeb, Johanna Rainer, Manfred Russo, und Fotografien von Philipp Balga

    Grafische Gestaltung:
    Katharina Erich