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    WIENER STROH ZIMMER

    In einer ursprünglichen Lagerfläche der Brauerei, überdeckt von einer Betonrippendecke aus den 60er-Jahren, befinden sich 5 neue Gästezimmer. Materialien, welche bei diversen Baustellen der letzten Jahre (unter anderem Wiener Gästezimmer, Wiener Hoflandschaft, Edelsaurer Laden, Edler Laden …..) nicht verwertet wurden, kamen bei diesem Projekt zum Einsatz.

     

    Die Grenzen der Räume und Schlafstätten wurden mit Baustahlgitter verortet und im Weiteren der Gitterzwischenraum mit Stroh verdichtet – dadurch wird die maßgebliche Raumstruktur geschaffen. Profilstegplatten, Regalböden, Profilgläser oder Beleuchtungskörper werden in die Gitterstruktur eingehängt bzw. integriert – eine Struktur als Möglichkeit der Verortung. Leitungen, Rohre und Verkabelungen liegen offen im Rauminneren.

    Die Zusammensetzung des Raums ist nicht nur ersichtlich, sie ist greifbar, spürbar und riechbar – ein architektonischer Moment der Sinne. Auch wenn die Elite der antiken Hochkulturen in Betten schlief, so lag der Großteil der Menschheit bis ins Mittelalter hinein auf dem Boden – getrennt vielleicht durch Stroh oder einer Matte. Und wenn es nicht der Boden war, dann eine einfache Bank oder Truhe.

     

     

    Wir thematisieren anhand dem Medium Stroh, als historisches Element einer Schlafstelle und im Allgemeinen der Sesshaftigkeit des Menschen, dessen Aufenthalt als temporäres Entschwinden aus dem Alltag.

     

     

    Fotos: © Hans Schubert

    Model: © Darija Kasalo

    Skizzen/Zeichnungen: © heri&salli

    Architektur/Design: heri&salli

    Bauherr: Erwin Gegenbauer

    Baubeginn: Jänner 2020

    Fertigstellung: April 2021