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    sichtbar unsichtbar

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    Es gibt eine Stadt, ….eine Fabrik, …..ein Haus, …..einen Körper – und immer gibt es zu jedem uns sichtbaren Körper einen zweiten Körper, den man eben nicht sieht. Architektur besteht also immer aus einem Element, welches wir sehen, und aus einem Element, welches wir nicht sehen. Das Auftreten ist ein offensichtlich  mehr oder weniger vorhanden sein des Einen oder des Anderen – des Materiellen und eben des Gedachten. Beide Elemente stehen nicht getrennt nebeneinander, und lassen sich auch nicht getrennt neben einander lesen, sondern vielmehr sind sie zwei Elemente in einem ….welche wir immer gemeinsam zu lesen haben – ansonsten wäre es unmöglich die uns sichtbare Architektur zu begreifen. In dem Sinne erzählt uns die Architektur also eine Geschichte. Eine Geschichte über die Zeit, und eine Geschichte über deren Anfang …..über deren Ursprung und Notwendigkeit …..und über deren Zwänge.

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    Es ist die Zeit, welche den Körper immer mehr vom Einen zum Anderen werden lässt. Vom Material zum Gedachten, und umgekehrt, vom Gedachten …..vom Begriffenen ….der spricht, zum Materiellen ….zu dem, der offensichtlich ist. Vielleicht also eine Diskrepanz des sichtbar Unhörbaren …..oder auch des sichtbar Unsichtbaren.

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    Letztendlich geht es nicht um eine Verdoppelung, oder eine Vervielfachung ….also vielleicht eine elementare Multiplikation, sondern wir verstehen es vielmehr als eine gezogene Spur ….ein entschwindender Raum – auch deshalb da wir letztendlich einen Raum …..einen Körper betreten ….dieser Körper aber mehr eine mögliche Negativspur eines nicht anwesenden Volumens ist. Dieses Volumen eben, das wir also nicht sehen. Es hinterlässt also höchstens eine Spur …….eine mögliche Grenze, oder einen möglichen Rahmen einer eventuellen da gewesenen Anwesenheit – und eben nicht einer punktuellen, statischen …….sondern vielmehr die Anwesenheit einer in diesem Fall da gewesenen Bewegung.

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    Wir versuchen also dem uns eine Geschichte erzählenden Körper, der Architektur, die außer dem uns Sichtbaren, einen uns vorerst unsichtbaren Begriff beinhaltet – dies ist die Geschichte, welche uns die Architektur erzählt – so weit wie möglich auf die Spur zu kommen ….und vielleicht eine kleine Geschichte davon zu erzählen ……TALKING CITIES. Der Raum entschwindet sozusagen in einen Raum der Möglichkeiten, die wir denken können, kurze Zeit versucht zu orten, und fragmentarisch sichtbar gemacht – immer wieder auf der Spur einer kleinen Geschichte.

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    Bilder: © heri&salli

    Projektstudie Zeche Zollverein: 2005