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    Land schaf(f)t Zaun

    Pergola Zehetner Gmunden 10/2011

    Wir entwickelten in einem Garten eines privaten Bauherrn ein kokonartiges Stahlgerüst um ein bestehendes Swimming Pool herum. Mit eingehängten Platten und mehr oder weniger funktionsabhängigen Einbauten umschreibt das parametrisch organisierte Raumgebilde Möglichkeiten benütz- und erlebbarer Oberflächen.

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    Ausgehend von der Aufgabe ein bestehendes Gartengrundstück mit Seeblick neu zu gestalten, und gleichzeitig einen Sichtschutz und eine Begrenzung in Richtung umliegender Grundstücke und Nachbarn zu schaffen, wurde konzeptionell und konstruktiv die Thematik eines klassischen Jägerzauns aufgegriffen. Ein Zaun fungiert im einfachsten Fall als Schutz oder Grenze, eine Art offensichtlich Machung einer nicht sichtbaren Linie. Im weiteren Sinne dient er auch als ästhetisches Element oder repräsentatives Zeichen und trennt als 2-dimensionales Element  Gebiete.

     

    Pergola Zehetner Gmunden 10/2011

    Wir formulieren den Zaun auf Grund unterschiedlicher Anforderungen als eine 3-dimensionale Umschreibung eines bestehenden Gartens. Der Zaun selbst – ausgehend von einer diagonalen Konstruktionsanordnung –  wird folge dessen zur Möglichkeit des Raums selbst. In diesem Sinne grenzt er nicht Raum ab, sondern bildet diesen und macht ihn erlebbar – die Funktion des Abgrenzens tritt dabei in den Hintergrund und wird nur noch Nebenprodukt.

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    Pergola Zehetner Gmunden 10/2011

    Ziel des sich öffnenden kokonartigen Gebildes ist es unterschiedliche örtliche Qualitäten und Erlebnisräume zu erzeugen. Teils bedeckt, zurückgezogen und geschützt, dann sich öffnend und dazwischen oder um letzten Endes im Wasser des Pools daraus hervor zu schwimmen.

    Die Rundungen vermitteln das Gefühl einer Weite – lassen den Raum größer erscheinen –  und erzeugen in das Innere des Hauses ein optimiertes Schallverhalten.

    Diverse integrierte Einbauten wie Treppen, Sitz- oder Liegeflächen oder Tisch mit Lehne und Poolabdeckung stehen in ihrer Formulierung in einem geometrischen Zusammenhang mit der Grundkonstruktion. Kommen daraus hervor um sich danach wieder daran anzugleichen. Ebenso unterliegen die integrierten Platten einem dynamischen Verlauf von den orthogonalen Randbereichen in den umschriebenen Raum um sich in den zentralen Bereichen im Bezug zum Stahlgerüst von Innen nach Außen zu entwickeln bzw. der Vertikalen entlang immer mehr aufzulösen.

    land schaf(f) zaun

    Pergola Zehetner Gmunden 10/2011

    Pergola Zehetner Gmunden 10/2011

     

    Konstruktion:

    Die Konstruktion des Tragwerks kann als auskragende, freie konkave Form beschrieben werden welche als Spantenkonstruktion mit diagonal laufenden Rundrohrprofilen zur Auskreuzung und Plattenbefestigung hergestellt ist. Die Spanten bestehen aus durchgehend geschweißten Flachstahlprofilen. Die nicht zur Gänze geschlossene Hülle wird durch rautenförmige Platten gebildet, welche über Laschen an den Diagonalen befestigt sind, und bei Bedarf um ihre Achse verdreht werden können. (Bollinger-Grohmann-Schneider/Wien)

     

    Bilder: © paul ott photografiert

    Architektur: heri&salli
    Team: Lukas Allner, Monir Karimi
    Fertigstellung: Oktober 2011

    Tragwerksplanung: Bollinger-Grohmann-Schneider; Wien
    Metallbau: Metallbau Fischer; Klagenfurt
    Plattenverarbeitung: SFK Tischler GmbH; Kirchham
    Beleuchtungstechnik: Lichtland Rittenschober
    Baumeisterarbeiten: Baufirma Kieninger
    Malerarbeiten: Malermeister Pammer
    Spenglerarbeiten: Grill GmbH