• Projekte

  • News


  • Publikationen

  • About

  • Kontakt


  • Facebook
    Twitter
    LinkedIn

    Eins : Eins

    0201_eins-eins_bild201

    Als ein zentraler kultureller Ort von Kommunikation, Information und Austausch kategorisieren wir die Räumlichkeiten der Zukunftswerkstätte in Wien als eine Sequenz von Ereignissen welche den Raum bespielen und diesem dadurch seine Sinnhaftigkeit verleihen.

    0201_eins-eins_bestand

    Wir gingen von den klaren und nackten architektonischen Strukturen der Zukunftswerkstätte  aus – eine doppelschalige mit Stegen verbundenen Kunststoffhaut sollte einen Abdruck der Räumlichkeit bilden. In  diesem  Sinne  wird  für  uns  das räumliche  Objekt vorerst aktuell thematisiert und offen gelegt – die Struktur ist bereit für den Prozess. Durch konkrete Anforderungen,  sowie  vor  allem  digitale,  als  auch  analoge  Inhalts-  und  Informationsträger, welche ansonsten den Raum bekleiden, verändert  sich die  Struktur und das  Erscheinungsbild  des  Abdruckes  und  wird  dadurch  zu  einer art selbstreferenziellen  Figur- abgedrückt und ausgepackt.

    0201_eins-eins_bild210

    0201_eins-eins_Seite04

    Auf der Grund finanzieller Unfinanzierbarkeit des Projektes wurde ein Statement zum abdruck realisiert:

    Wir wünschten uns daher einen osmotischen Informationsprozess und konstruieren ein Bild einer osmotischen Raumstruktur. Das Modell eines osmotischen Systems. Bei der Bildung von Eis kristallisiert nur das Wasser. Die schnell ansteigende Konzentration dieser Stoffe führt dazu, dass den Zellen zusätzlich Wasser entzogen wird. Der räumliche Abdruck bildet für uns die erste Sequenz im Dazwischen – der beginn des Kreislaufs.

    0201_eins-eins_bild199

    0201_eins-eins_bild197

    Ist die Konzentration des Wassers auf beiden seiten der Aggregatzustände gleich groß, ändert sich an diesem Zustand, statisch betrachtet, nichts, obwohl ständig Wassermoleküle in beiden Richtungen wandern. Befinden sich auf beiden Seiten unterschiedliche Wasserkonzentrationen, dann werden in Richtung niedriger Wasserkonzentration im gleichen Zeitraum mehr Wassermoleküle treten als umgekehrt. der Partialunterschied zwischen den Medien als solches ist nicht veränderbar. Durch die Umwandlung der einzelnen Aggregatzustände des Mediums können die Übergangsformen sichtbar gemacht werden. Dieses osmotische Bild als räumlicher Abdruck kann als sich wiederholende Sequenz gesehen werden. Sobald dieses Gleichgewicht der Medien wieder hergestellt ist, bilden sich neue Formen aus.

    0201_eins-eins_bild198

    Bilder: © heri&salli
    Architektur: heri&salli

    Fertigstellung: 2003